Wittelsbacherring 44
53115 Bonn
Telefon: (0228) 604750
E-Mail: wolf(..at..)pauke-reha.de
25 Jahre PAUKE
Im Mittelpunkt steht der Mensch.
Jubiläumsfeier und Ehemaligentreff am 24.10.2008.
Alle Informationen hier...

Der Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie besteht 25 Jahre und feiert seine „Erfolgsgeschichte“
Der Begriff PAUKE setzt sich zusammen aus den Aspekten
P.rojekte, A.rbeit, U.mwelt, K.ommunikation, E.ingliederung.
Ehemalige Drogen-, Alkohol- und Medikamentenabhängige hatten sich 1983 zusammengefunden und den Verein P.A.U.K.E. e.V. gegründet. Die Erfahrung, dass die Perspektivlosigkeit nach absolvierter Therapie die Gefahr eines baldigen Rückfalls in sich barg, war damals Ausgangslage und Motivation, sinnvolle Lebensperspektiven in den Bereichen Arbeit, Wohnen und soziale Kontakte zu schaffen, die ein Leben unabhängig von der „Szene“ möglich machen sollen. Der P.A.U.K.E. e.V. begann als eine Suchthilfeinstitution, deren Ideen und Arbeitskonzepte auf der Tradition der klassischen Selbsthilfe von Drogenabhängigen fußten.Ausgehend von der aktuellen Bedürfnislage der Patienten hat der PAUKE-Verbund ein flexibles System an Bausteinen für den Ausstieg aus der Sucht aufgebaut. So konnten die Patienten die Hilfsangebote nach dem Prinzip des Baukastensystems für den individuellen Behandlungsweg zusammenstellen und nutzen.
Der PAUKE e.V. war eine der 24 beteiligten Einrichtungen, die von 1990 bis 1995 im Rahmen des vom BMG geförderten Modellprogramms „Kompakttherapie im Verbund der Drogenhilfe“ beteiligt war. Zielsetzung des Modellprogramms war es, die klinische Entgiftungsbehandlung um eine psychosoziale Begleitung sowie eine intensive Motivationsarbeit qualitativ zu erweitern und (dadurch) zu verbessern sowie ein Konzept für stationäre Kurzzeittherapie mit einer Dauer von bis zu neunzig Tagen zu entwickeln und im Rahmen des Modellprogramms zu erproben. Zur weiteren Aufgabe des Modellprogramms zählte die Entwicklung einer Kompakttherapie, d.h. Entzugsbehandlung und Kurzzeittherapie sollten im Rahmen eines integrierten Angebots in einer Einrichtung erprobt werden. Das Modellprogramm war hinsichtlich der Zielgruppe darauf ausgerichtet, das stationäre Angebot von Hilfen, insbesondere für langjährig drogenkonsumierende Personen zu verbessern, zu differenzieren und auszubauen. Mit der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprogramms wurde die FOGS (Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich Köln) beauftragt.
Als ein Ergebnis war festzuhalten ein veränderter Arbeitsansatz für die stationäre Kurzzeittherapie. Dieser zeichnete sich dadurch aus, dass individuelle Behandlungsziele sowie die Ressourcen der Patienten stärker berücksichtigt wurden. Zielgruppenspezifisch berücksichtigte das Modellprojekt unterschiedliche Ausgangs- und Motivationslagen einer drogenabhängigen Klientel. Übergreifend richtete sich stationäre Kurzzeittherapie an Patienten, die noch über intakte (Teil-)Bezüge im sozialen Umfeld verfügte, auf die hin eine Wiedereingliederung erfolgen konnte (Erstbehandlung) oder eine Patienten, die bereits ein oder mehrere stationäre (Langzeit)-Therapie(n) absolviert hatte (Festigungsbehandlung).
Als abschließendes Ergebnis konnte vom Modellprogramm festgestellt werden, dass durch die Schaffung von Entzugs- und Rehabilitationsplätzen im Rahmen des Programms ein Beitrag zur Erweiterung und Effektivierung des Versorgungsangebotes geliefert wurde.
Aufgrund des Antrages der Stadt Bonn als übergeordnetem Maßnahmeträger bewilligte das BMG im Mai 1991 Fördermittel aus dem Modellprogramm für den Aufbau einer qualifizierten niedrigschwelligen Entzugsbehandlung in Trägerschaft der Universitätskliniken und einer stationären Kurzzeittherapie in Trägerschaft des PAUKE e.V., so dass ab Mai 1992 mit Aufnahme der ersten Patienten begonnen werden konnte.
Spezifisch am Konzept der stationären Kurzzeittherapie der PAUKE e.V. war die Betonung der Eigenverantwortung und die „betroffenen Kompetenzen“ der Patienten. Es war im Hinblick auf Außenkontakt „offen“ angelegt und orientierte sich frühzeitig an vorhandenen beruflichen und sozialen Ressourcen. Übergreifende Ziele waren z. B. Wiedererlangung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, Entwicklung der Beziehungsfähigkeit, neue Sinn- und Wertorientierung.
Im Jahr 2001 wurden aus dem PAUKE e.V. zwei gemeinnützige Gesellschaften ausgegründet. Die lokal finanzierten und nachsorgeorientierten Angebote (Betreutes Wohnen, ambulante Beratung und Bereitstellung von Arbeitsplätzen) werden von der PAUKE Bonn GmbH getragen, die medizinische Rehabilitation Sucht von der PAUKE Reha GmbH. Neuer 100 %iger Gesellschafter wurde der Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e.V. Die beiden Gesellschaften kooperieren weiterhin im PAUKE-Verbund.
Federführender Leistungsträger ist die Rheinische Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation bei der LVA Rheinprovinz Düsseldorf. Weiterhin können aufgenommen werden Patienten anderer Leistungsträger wie überörtliche Sozialhilfeträger, Bundesknappschaft Bochum, andere Landesversicherungsanstalten und der Krankenkassen.
Die Einrichtungen der PAUKE Reha GmbH befinden sich in Zentrumsnähe der Bundesstadt Bonn, etwa 10 Minuten fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt, gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Unterkünfte der Patienten und die therapeutischen Räumlichkeiten verteilen sich auf drei Gebäude, die ca. 200 m voneinander entfernt sind. Das Haupthaus Wittelsbacherring 44 ist Sitz der Leitung, der klinischen Sozialarbeit und der Verwaltung – dort findet auch die Aufnahme statt. Weiterhin befinden sich dort 3 Patienten-Wohneinheiten.
Im Wittelsbacherring 23 befinden sich die Büros der Therapeuten und der ärztlichen Leitung, ein Gruppenraum sowie die Einzelapartements der Adaptions-Patienten. In der Endenicherstr. 43 befinden sich zwei Wohneinheiten für Patienten der Kompakttherapie, die Büros der Arbeitstherapeuten und Sozialbetreuung sowie weitere Therapieräume.
In diesem Gebäudekomplex sind ebenfalls untergebracht die Einrichtungen der PAUKE Bonn GmbH; hier befindet sich auch das PAUKE Bistro.
Für die Arbeitstherapie steht zur Verfügung eine Schreinerei, eine arbeitstherapeutische Werkstatt, eine Waschküche, 4 Patienten-Küchen, ein Patientenbüro, 4 vernetzte PC-Übungsplätze, ein großes Garten- und Freizeitgelände.
Die Fachklinik bietet 22 stationäre und 2 teilstationäre Behandlungsplätze in der Kompakttherapie sowie 11 stationäre und 2 teilstationäre Behandlungsplätze in der Adaption an.
Die Unterbringung in der Kompakttherapie erfolgt in Doppel- und Einzelzimmern auf 4 Wohngemeinschaften mit je eigenen Küchen und Sanitäreinheiten. Zusätzlich stehen zur Verfügung ein großes Wohnzimmer, Freizeiträume und Garten.
Die Adaptions-Patienten sind untergebracht in Einzelapartements mit eigener Nasszelle. Ihnen steht zusätzlich eine gemeinsame Küche und Aufenthaltsraum zur Verfügung.
Die PAUKE Reha GmbH besitzt die staatliche Anerkennung zur Behandlung betäubungs-mittelabhängiger Straftäter nach dem 7.Abschnitt des BtMG.
Die stationäre oder teilstationäre kurzzeittherapeutische Maßnahme (Kompakttherapie) beträgt 13 Wochen, in begründeten Einzelfällen ist eine Verlängerung/Verkürzung möglich.
Die stationäre Adaption beträgt beim Wechsel aus der Kompakttherapie 13 Wochen, bei Aufnahme aus externer Fachklinik 17 Wochen. Sobald einem Patienten eine eigene Wohnung zur Verfügung steht, kann der Wechsel in den teilstationären Status ermöglicht werden.